Ist der Rückkaufswert das was man ausgezahlt bekommt?

Ist der Rückkaufswert das was man ausgezahlt bekommt?
Unter Umständen sind Sie bei der Auszahlung Ihrer Lebensversicherung sozialversicherungspflichtig.

Einige Lebensumstände lassen es leider nicht zu, die eigens für die finanzielle Absicherung abgeschlossenen Versicherungen weiterzuführen. Haben Sie sich beispielsweise entschlossen, Ihre Lebensversicherung zu kündigen, dann sind sicherlich die Themen Lebensversicherung und deren Auszahlung besonders interessant und relevant für Sie.

Dieser Ratgeber soll Ihnen aufzeigen, was Sie alles beachten müssen, wenn Sie sich Ihre Lebensversicherung frühzeitig auszahlen lassen möchten. Im Vergleich dazu werden geltende Regelungen aufgezeigt, die ein normales Auslaufen der Versicherung oder das Eintreten des Versicherungsfalls, wie beispielsweise der Todesfall, beinhalten.

  • Die Auszahlung einer Lebensversicherung: Was genau steckt dahinter?
  • 1. Sie kündigen die Lebensversicherung vorzeitig
    • 2. Die vereinbarte Vertragslaufzeit ist beendet
    • 3. Der Versicherungsfall tritt ein
  • Lebensversicherung: Ist eine Teilauszahlung möglich?
    • Lebensversicherung: Fazit zur Auszahlung

Wichtige Informationen zur Auszahlung einer Lebensversicherung:

  • Auszahlung einer fondsgebundenen Lebensversicherung
  • Auszahlung einer Kapitallebensversicherung
  • Auszahlung einer Risikolebensversicherung
  • Steuern bei der Auszahlung einer Lebensversicherung

Die Auszahlung einer Lebensversicherung: Was genau steckt dahinter?

Ist der Rückkaufswert das was man ausgezahlt bekommt?
Die Auszahlung einer Lebensversicherung kann über drei Wege erfolgen.

Im Großen und Ganzen gibt es drei Möglichkeiten, wann Sie sich eine Lebensversicherung auszahlen lassen können beziehungsweise dies automatisch geschieht.

1. Sie kündigen die Lebensversicherung vorzeitig

Sind Sie mit Ihrer Versicherung nicht mehr zufrieden oder können sich aufgrund unvorhergesehener Umstände die Beiträge nicht mehr leisten, dann steht Ihnen nach der Kündigung Ihrer Lebensversicherung eine Auszahlung zu. Wie hoch diese genau ist, ist bereits bei Abschluss Ihres Lebensversicherungs­vertrags darin festgehalten. Wenn Sie sich eine Lebensversicherung vorzeitig auszahlen lassen möchten, bekommen Sie einen sogenannten Rückkaufswert. Seit der Reformierung des Versicherungs­vertrags­gesetzes (VVG), steht Ihnen außerdem per Gesetz ein Mindestbetrag zu.

Jedoch sollten Sie beachten, dass Sie im Normalfall immer mit einem Verlust aus der Kündigung hervorgehen. Besonders wenn die Laufzeit Ihrer Lebensversicherung noch nicht allzu lang ist, bekommen Sie zumeist nicht einmal die Beträge wieder ausgezahlt, die Sie zuvor regelmäßig in die Versicherung eingezahlt haben.

Eine vorzeitige Auszahlung einer Lebensversicherung – besonders in den ersten fünf Jahren – bedeutet vor allem, dass Ihnen hohe Verwaltungs-, Storno- und Abschlussgebühren von Ihrem Rückkaufswert abgezogen werden.

Des Weiteren müssen Sie mit der Zahlung von Steuern rechnen – einer sogenannten Abgeltungssteuer – wenn die Laufzeit Ihrer Lebensversicherung bis zur Auszahlung weniger als zwölf Jahre beträgt oder der Versicherungsnehmer zum Kündigungszeitpunkt jünger als 60 Jahre ist.

2. Die vereinbarte Vertragslaufzeit ist beendet

Die zweite Möglichkeit für eine Lebensversicherung und deren Auszahlung besteht darin, dass diese automatisch ausläuft. Wurde eine bestimmte Mindestvertragslaufzeit festgelegt und Sie haben diese nicht verlängert, wird Ihnen die im Vertrag vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.

Solch eine Auszahlung einer Lebensversicherung kommt häufig nach Ablauf der Laufzeit von kapitalbildenden Lebensversicherungen vor. In der Regel ist das Vertragsende hierbei mit einem bestimmten Alter des Versicherungsnehmers gekoppelt.

Das bedeutet im Konkreten, dass Sie entweder eine einmalige Auszahlung oder eine Art monatliche Rente ausgezahlt bekommen. Letzteres wird auch als Rentenversicherung bezeichnet und ist somit eine Form der Altersvorsorge.

Egal welche Art der Lebensversicherung zu einer Auszahlung führt, prüfen sollten Sie die Summe in jedem Fall. Schließlich geht es hierbei in der Regel um nicht wenig Geld.

Warten Sie demnach auf den Ablauf Ihrer Lebensversicherung, welcher mit einer automatischen Auszahlung der vollen Versicherungssumme verbunden ist, können Sie sich darüber freuen, dass dies im Normalfall nicht verlustreich vonstatten geht. In welcher Form Sie Ihr Geld bekommen – also sich Ihre Lebensversicherung einmalig auszahlen zu lassen oder eine private Rente aus der Ablaufleistung zu beziehen – ist im Vertrag Ihrer Lebensversicherung bereits unter Auszahlung geregelt.

Ist der Rückkaufswert das was man ausgezahlt bekommt?
Versicherungsfall: Bei einer Lebensversicherung erfolgt die Auszahlung beispielsweise bei Tod des Versicherten.

3. Der Versicherungsfall tritt ein

Zu guter Letzt gibt es auch noch eine dritte Möglichkeit: Ihnen wird eine bestimmte Summe ausgezahlt, wenn der Versicherungsfall eintritt. In den meisten Fällen ist das der Todesfall, welcher über eine Risikolebensversicherung abgesichert wird. Generell dient die Auszahlung einer Lebensversicherung im Todesfall der Absicherung von Hinterbliebenen.

Selbstverständlich muss bei einer Lebensversicherung die Auszahlung nicht nur im Todesfall erfolgen. Auch eine Kapitallebensversicherung kann beispielsweise einen Versicherungsfall beinhalten. Da dieser hierbei aber in den seltensten Fällen mit dem Tod des Versicherungsnehmers verknüpft ist, ist hier von einer Erlebensfallversicherung die Rede.

Dafür wurde zuvor im Versicherungsvertrag ein bestimmtes Alter festgesetzt, in welchem die Auszahlung erfolgt.

Wie hoch letztendlich die Auszahlung der Lebensversicherung ist, hängt von den individuellen Vertragskonditionen ab, die zwischen Versicherer und Versichertem vereinbart wurden.

Lebensversicherung: Ist eine Teilauszahlung möglich?

Die Regel ist dies natürlich nicht, aber dennoch können Sie unter bestimmten Bedingungen mit Ihrem Versicherer eine Teilauszahlung Ihrer Lebensversicherung vereinbaren.

Dabei wird zumeist ein sogenannter „Auszahlungsplan“ erstellt, welcher schriftlich obligatorische Termine festhält, an denen der Versicherungsnehmer eine bestimmte Summe ausgezahlt bekommt anstatt am Ende der Lebensversicherung eine komplette Auszahlung zu erhalten.

Achtung: Insgesamt ist diese Methode verlustreicher als eine Auszahlung in Gänze! Möchten Sie allerdings vor dem Ablauf Ihrer Vertragslaufzeit einen Teil Ihres Kapitals zur Verfügung haben, dann sollten Sie über solch eine Art der Ratenauszahlung nachdenken.

Lebensversicherung: Fazit zur Auszahlung

Oftmals ist es hilfreich, sich vor der Kündigung einer Lebensversicherung, welche meist mit finanziellen Verlusten einhergeht, über mögliche Alternativen zu informieren. Beispielsweise machen Sie oftmals mehr Gewinn, wenn Sie Ihre Lebensversicherung verkaufen.

Den Ablauf Ihrer Versicherung abzuwarten oder der Eintritt des Versicherungsfalls scheinen in Bezug auf die Auszahlung und die Finanzen wesentlich sinnvoller zu sein. Schließlich ist vor allem die Rentenversicherung durch die Auszahlung einer Rente eine sehr beliebte Altersvorsorge.

Nützlich zu wissen: Wenn Sie sich fragen, ob eine Auszahlung der Lebensversicherung krankenversicherungs­pflichtig ist, ist dies nicht pauschal zu beantworten. Die Antwort lautet Nein, wenn Lebensversicherungen rein privat sind, das heißt nur Sie als Versicherter auch dort eingezahlt haben.

Zahlt allerdings der Arbeitgeber mit in eine sogenannte betriebliche Altersvorsorge für Sie ein, dann müssen Sie Beiträge an die Krankenkasse für den Teil der Versicherungen bezahlen, den Ihr Arbeitgeber verrichtet hat.

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Wer bekommt den Rückkaufswert ausgezahlt?

Wer seine Lebensversicherung vor dem regulären Ablauf kündigt, erhält von der Versicherungsgesellschaft den Rückkaufswert ausgezahlt. Meist handelt es sich um ein Verlustgeschäft, da von dem angesparten Kapital hohe Stornokosten abgezogen werden.

Was sagt der Rückkaufswert aus?

Der Rückkaufswert ist die Summe, die ein Versicherter bekommt, wenn er seine Lebensversicherung vorzeitig beendet. Wie viel Geld Versicherungsnehmer bekommen, hängt von der Laufzeit der Lebensversicherung, aber auch von Zinsen und Stornokosten ab. Oftmals machen Versicherte, die vorzeitig kündigen, Verlust.

Was bedeutet Rückkauf bei Rentenversicherung?

Der Rückkaufswert ist die Summe aller eingezahlten Beiträge zuzüglich der Zinsen und abzüglich aller Vertragskosten (Abschluss- und Verwaltungsgebühren). Üblicherweise werden die Abschlusskosten in den ersten drei bis fünf Jahren nach Abschluss mit Ihren Beiträgen verrechnet.

Wie funktioniert der Rückkauf einer Lebensversicherung?

Der Versicherer zahlt den Rückkaufswert aus, wenn sich der Versicherungsnehmer entscheiden sollte, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Der Versicherer kauft in diesem Fall die Rechte auf zukünftige Leistungen aus dem Vertrag zurück – deshalb Rückkaufswert.